ADHS im Erwachsenenalter
– erkennen, verstehen, entlasten
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) wird häufig mit Kindern und Jugendlichen in Verbindung gebracht – doch auch viele Erwachsene sind betroffen, ohne es zu wissen. Oft bleiben die Symptome über Jahre unerkannt oder werden mit anderen Herausforderungen wie Depressionen, Angststörungen oder chronischem Stress verwechselt.Typische Anzeichen im Erwachsenenalter können sein:
- Konzentrationsprobleme und schnelle Ablenkbarkeit
- Vergesslichkeit, Organisationsschwierigkeiten und innere Unruhe
- Impulsivität, emotionale Überreizung oder Stimmungsschwankungen
- Schwierigkeiten im Berufsleben, in Beziehungen oder im Selbstmanagement
Viele Betroffene haben lange versucht, ihre Symptome selbst zu kompensieren – oft mit hohem innerem Druck und Selbstkritik. Eine klare Diagnose kann hier entlastend wirken und neue Wege aufzeigen.
ADHS-Diagnostik – So läuft sie bei mir ab
Eine fundierte Diagnostik ist der erste Schritt, um besser zu verstehen, wo Ihre Schwierigkeiten liegen und welche Unterstützung sinnvoll sein kann. Ich halte den Ablauf bewusst klar und effizient – und lege dabei großen Wert auf Verlässlichkeit und Aussagekraft.
Was gehört zur Diagnostik?
Die ADHS-Diagnostik setzt sich aus zwei zentralen Bausteinen zusammen:
- einem ausführlichen Anamnesegespräch, in dem ich mit Ihnen Ihre aktuelle Lebenssituation, Beschwerden und bisherigen Erfahrungen bespreche
- sowie der Bearbeitung und Auswertung standardisierter Fragebögen
Wenn sich aus dem Gespräch oder den Fragebögen Rückfragen ergeben, melde ich mich noch einmal, um offene Punkte zu klären.
Am Ende erhalten Sie einen schriftlichen Bericht mit einer klaren Einschätzung. Wenn gewünscht, biete ich zusätzlich ein persönliches Abschlussgespräch an, um die Ergebnisse gemeinsam zu besprechen.
Der Ablauf im Einzelnen
1. Erstkontakt
Sie können mich per E-Mail kontaktieren oder während meiner telefonischen Sprechzeiten anrufen.
2. Terminvereinbarung
Sobald wir in Kontakt sind, vereinbare ich mit Ihnen einen passenden Termin.
Hinweis: Termine für gesetzlich Versicherte sind derzeit nur in Ausnahmefällen möglich, da meine Termine bis Ende 2026 ausgebucht sind!
3. Fragebögen bearbeiten
Vor dem Gespräch erhalten Sie von mir Zugang zu den diagnostischen Fragebögen. Diese können Sie:
- am Computer ausfüllen und mir auf sicherem Weg zurücksenden
- oder ausdrucken, per Hand ausfüllen und per Post zurückschicken
Wichtig: Bitte senden Sie keine Unterlagen per E-Mail – sie können dort leicht verloren gehen.
4. Auswertung und Wartezeit
Die Auswertung der Unterlagen dauert in der Regel 4 bis 8 Wochen. Wenn möglich, senden Sie mir die ausgefüllten Fragebögen bereits vor dem Gesprächstermin zu – das erleichtert die Vorbereitung.
5. Anamnesegespräch
Das persönliche Gespräch findet entweder per Video oder in meiner Praxis statt. Wir sprechen über Ihre Alltagserfahrungen, mögliche Einschränkungen (z. B. im Beruf, in Beziehungen oder in der Schule) und ordnen Ihre Symptome gemeinsam ein.
6. Abschlussbericht
Nach der Diagnostik erhalten Sie einen schriftlichen Bericht, der Folgendes enthalten kann:
- eine Diagnose (falls die Kriterien erfüllt sind)
- oder eine nachvollziehbare Begründung, falls keine Diagnose gestellt wird
- sowie Empfehlungen für mögliche nächste Schritte
Wenn Sie einen besonders ausführlichen Bericht benötigen, etwa für Anträge oder Behörden, kann ich diesen gern erstellen – bitte beachten Sie, dass hierfür zusätzliche Kosten anfallen.
Kosten und Abrechnung
- Gesetzlich Versicherte: In der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten, jedoch nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Bitte fragen Sie im Vorfeld nach.
- Privat Versicherte / Beihilfe: Die Kosten werden meist anteilig oder vollständig übernommen. Ich empfehle Ihnen, sich vorab bei Ihrer Versicherung oder Beihilfestelle zu informieren. Auf meiner Website finden Sie hierfür einen Kostenvoranschlag zum Download.
- Zusatzleistungen: Ein ausführlicher Wunschbericht ist nicht Teil der regulären Leistung und wird separat abgerechnet.